Holzveranden


Das Gebäude wies zahlreiche strukturelle Brüche auf und erforderte daher besondere Aufmerksamkeit, was die auf den Fluss Leno auskragenden Bauteile anbelangte. Das Projekt sah - abgesehen von stark beschädigten Bodendielen und Holzkonsolen, die ersetzt werden mussten - den Erhalt und eine gründliche Restaurierung aller Holzstrukturen (Brüstungen, durchlöcherte Schwingklappen, Abschirmungen, Fensterrahmen, Abdeckungen) vor, die sich auf der zur Burg hin gerichteten Seite befinden. 

Die statische Konsolidierung wurde mittels Stahlkonsolen vorgenommen, die zwischen den ursprünglichen Holzkonsolen über verschiedene Ebenen verteilt wurden, um die eigentliche Gesamttragstruktur zu bilden. Durch die bestehenden, charakteristischen Holzverkleidungen konnten diese verdeckt werden. Der zum Leno auskragende, in vier horizontalen Reihen, in einer ebenso charakteristischen wie einzigartigen, nahöstlichen Weise angeordnete Korpus, mit seinen als Schutz dienenden, durchlöcherten Schwingklappen, die aus dem späten 19. Jahrhundert oder höchstens dem Anfang des 20. Jahrhunderts stammen, stellt das wichtigste architektonisch Merkmal dar, dessen Konservierung gewährleistet werden musste. 

Bei den Restaurierungsarbeiten wurden sämtliche Holzteile und Glasfenster abmontiert und nach entsprechender Nummerierung aller Einzelteile in die Werkstatt gebracht, gesäubert, in ihren Verbindungen restauriert und unter vollständigem oder teilweisem Austausch der nicht reparierfähigen Teile durch Teile aus derselben Holzart ausgetauscht und mit einer Schutzbehandlung versehen. Alle Holzteile wurden anschließend wieder montiert und mit den zuvor an der Fassade angebrachten Stahlkonsolen so verbunden, dass sie innerhalb der Auskragungen zu liegen kommen und von diesen aufgenommen erscheinen.